Der Steinbock ist das zehnte Tierkreiszeichen und wird im Lateinischen auch als Capricornus bezeichnet. Er liegt, ab dem Punkt des Frühlings gesehen, auf einer ekliptikalen Länge von 270 bis 300 Grad im Tierkreis. Während der Zeit vom 22. Dezember bis zum 20. Januar befindet sich die Sonne im Mittel des Tierkreiszeichens Steinbock. Aufgrund der Frühlingspunktwanderung seit der Antike ist diese Zeit nicht mehr mit der des Sternbildes Steinbock gleichzusetzen. In diesem befindet sich zwischen dem 20. Januar und dem 16. Februar die Sonne im Mittel. Laut dem Tetrabiblos des Claudius Ptolemäus ist der Steinbock ein weibliches Symbol (I.12). Zusätzlich ist der Herrscher des Steinbocks der Saturn (I.17). Trotzdem exaltiert der Mars aber im Zeichen des Steinbocks (I.19). Die Knie sind die Teile des menschlichen Körpers, die laut der Entsprechung im melothesischen Sinn, dem Steinbock in der Latroastrologie der Antike darstellen. Aufgrund dieser Tatsache wurde im Vesta als Gottheit zugeordnet. Der Steinbock ist ein Element der Erde und bildet das Trigon der Erde zusammen mit Jungfrau und Stier. Zusätzlich wird er als eines der vier Kardinalzeichen, auch tropische Zeichen genannt. Diese bildet er zusammen mit Waage, Krebs und Widder. In der babylonischen Zeit war der Steinbock bereits ein Teil des Tierkreises und wurde auch auf den Tafeln des MUL.APIN erwähnt. Allerdings trug er dort den Namen Ziegenfisch (MUL.SUHUR.MASH suhur.mas.ku6). Die Darstellung des Zeichens seit der Antike besteht in den meisten Fällen aus einem Mischwesen, welches sich aus den Tieren Ziege und Fisch zusammensetzt. So gesehen wird er als Ziege mit einem Fischschwanz dargestellt. Erst in der Moderne wurde der Steinbock wirklich als Steinbock dargestellt. Die stilistische Darstellung des Steinbocks geht auf die Variante der Antike zurück und besteht aus den Hörnern einer Ziege und einem Fischschwanz, der sich ringelt.
